Chamaelaeons in Uganda

Uganda beherbergt mehr als 18 Chamaelaeon-Arten. Lebende Tiere werden illegal gehandelt -- die UWA kaempft aktiv gegen diesen Schmuggel.

3 Min. Lesezeit482 Woerter

Kurzantwort

Uganda ist Heimat von ueber 18 Chamaelaeon-Arten, die vor allem in Bergwaelder wie Bwindi und die Rwenzoris vorkommen. Lebende Chamaelaeons zaehlen zu den haeufig gehandelten Wildtieren -- die Uganda Wildlife Authority beschlagnahmt regelmaessig Sendungen.

Fakten auf einen Blick

Chamaelaeon-Arten
Mehr als 18 dokumentierte Arten
Handelsstatus
Haeufig illegal als Lebendtier gehandelt
Schutzbehoerde
Uganda Wildlife Authority (UWA)
CITES-Schutz
Appendix II -- Export nur mit Genehmigung
Transitrouten
Entebbe Flughafen, Mutukula
Zielmaerkte
Singapur, China, Kenia, Tansania

Arten und Vorkommen in Uganda

Uganda beherbergt eine bemerkenswert hohe Chamaelaeon-Diversitaet. Mehr als 18 Arten sind im Land dokumentiert, wobei die genaue Zahl je nach taxonomischer Einordnung variiert. Die hoeher gelegenen Bergwaelder bieten ideale Lebensraeume: dichte Vegetation, gemaessigtes Klima und eine Fuelle von Insekten als Nahrungsgrundlage.

Im Bwindi Impenetrable National Park und in den Rwenzori Mountains finden sich besonders viele Chamaelaeon-Begegnungen. Diese Tiere sind trotz ihrer Tarnfaehigkeit mit geuebtem Auge gut zu entdecken -- vor allem nachts, wenn sie heller leuchten und damit fuer Taschenlampen leichter sichtbar werden. Auch der Mount Elgon und die Waeldert des Semuliki National Park bieten geeignete Habitate.

Chamaelaeons sind streng nachtaktive Schlaefertierer: tagsuebers sitzen sie starr auf Aesten, waehrend sie nachts aktiv auf Jagd gehen. Ihre Zugenjagtechnik, das binokulare Sehen und die Faehigkeit zur Farbveraenderung machen sie zu einem der faszinierendsten Beobachtungsobjekte auf einer Nachtsafari in Uganda (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029).

Illegaler Handel -- eine ernsthafte Bedrohung

Chamaelaeons zaehlen weltweit zu den meistgehandelten Reptilien. Die Uganda Wildlife Authority (UWA) listet lebende Chamaelaeons unter den haeufig illegal gehandelten Tierarten. Die Nachfrage kommt hauptsaechlich aus dem asiatischen und europaeischen Heimtiermarkt, wo diese Tiere als Exoten hoch begehrt sind.

Die Hauptschmuggelrouten verlaufen ueber den Entebbe International Airport sowie ueber die Landgrenzuebergaenge Mutukula (Richtung Tansania) und Kamdini. Als Endmaerkte sind insbesondere Singapur und China identifiziert, aber auch Kenia und Tansania fungieren als Transitlaender. Chamaelaeons werden dabei oft in kleinen Behaeltern versteckt oder lebend in Reisegepaeck geschmuggelt (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029).

Unter dem CITES-Abkommen fallen die meisten Chamaelaeon-Arten unter Appendix II, was bedeutet, dass ein kommerzieller Export nur mit einer offiziellen Genehmigung erlaubt ist. Ein Export ohne Genehmigung oder der Handel mit in der Wildnis gefangenen Tieren ist illegal. Die UWA hat einen Wildlife Crime Court etabliert, der solche Vergehen strafrechtlich verfolgt. Wer als Reisender ein lebend gefangenes Chamaelaeon kauft, macht sich der Beihilfe zum Wildtierhandel strafbar.

Chamaelaeons beobachten -- Tipps fuer Reisende

Die beste Zeit fuer Chamaelaeon-Beobachtungen ist der fruehe Abend und die Nacht. Mit einer Stirnlampe oder Taschenlampe lassen sich die Tiere auf Aesten und in der niedrigen Vegetation aufspueren -- im Dunkeln erscheinen sie aufgehellt und sind dadurch besser sichtbar als tagsuebers.

Organisierte Nachtsafaris in Bwindi, im Kibale National Park oder im Semuliki Valley bieten die beste Chance. Qualifizierte Guides kennen die bevorzugten Sitzplaetze der Tiere und koennen die Arten vor Ort bestimmen. Im Bwindi Impenetrable National Park werden Nachtwanderungen mit Uganda Wildlife Authority-Rangern angeboten, die auch auf Reptilien spezialisiert sind.

Fotografen sollten einen ruhigen Umgang mit dem Licht beachten: direktes Anstrahlen mit starkem Licht stresst die Tiere. Abstand halten und keine Tiere beruehren oder aus ihrem Lebensraum entfernen ist nicht nur ethisch geboten, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben. Die Populationen in Uganda sind noch vergleichsweise stabil, aber jede Entnahme aus der Wildnis schadet dem lokalen Bestand (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029).

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Haeufig gestellte Fragen

Uganda beherbergt mehr als 18 dokumentierte Chamaelaeon-Arten. Die genaue Anzahl variiert je nach aktueller Taxonomie. (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029)
Besonders gute Fundorte sind der Bwindi Impenetrable National Park, die Rwenzori Mountains, der Mount Elgon und der Semuliki National Park. Nachtsafaris erhoehoehen die Entdeckungschancen erheblich.
Ja, lebende Chamaelaeons zaehlen zu den haeufig illegal gehandelten Tieren in Uganda. Die UWA beschlagnahmt regelmaessig Tiere, die ueber Entebbe oder Mutukula geschmuggelt werden. (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029)
Nein. Chamaelaeons stehen unter CITES-Schutz (Appendix II). Ein Export ohne offizielle Genehmigung ist illegal und wird von Ugandas Wildlife Crime Court strafrechtlich verfolgt.
Die UWA hat den Entebbe International Airport, den Grenzuebergang Mutukula und Kamdini als Hauptschmuggelrouten identifiziert. Zielmaerkte sind vor allem Singapur und China. (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029)

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Redaktion Reiseziel Uganda

Ein Projekt von Hope on the Road gGmbH -- mit lokaler Expertise aus Uganda und regelmaessiger Recherche vor Ort. Alle Inhalte werden von unserem Redaktionsteam mit Unterstuetzung lokaler Guides und Reiseveranstalter erstellt und geprueft.

Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 | Quellen werden am Ende jedes Artikels angegeben