Kurzantwort
Im Ishasha-Sektor des Queen Elizabeth National Park klettern Loewen regelmaessig auf Feigenbaeme -- ein Verhalten, das weltweit einzigartig ist. Ugandas Loewen-Population zaehlt 2025 nur noch 291 Tiere, ein Rueckgang von 40 Prozent seit 2011. Ishasha ist der beste Ort der Welt, um dieses Verhalten zu beobachten.
Fakten auf einen Blick
- Loewen in Uganda (2025)
- 291 Individuen
- Rueckgang seit 2011
- -40 Prozent
- Einzigartigkeit
- Baumklettern nur in Ishasha (Uganda) und Manyara (Tansania)
- Park
- Queen Elizabeth National Park, Ishasha-Sektor
- Parkbesucher Queen Elizabeth 2025
- 123.521
Das einzigartige Baumklettern: Warum Ishasha weltweit besonders ist
Loewen klettern normalerweise keine Baeume. Ihr Koerpergewicht, ihre Krallen und ihre Anatomie sind auf die Jagd im offenen Grasland ausgerichtet -- nicht auf das Erklimmen von Aesten. Umso bemerkenswerter ist das Verhalten der Loewen im Ishasha-Sektor des Queen Elizabeth National Park im Suedwesten Ugandas: Hier klettern Loewen regelmaessig auf ausladende Feigenbaeme und ruhen dort in mehreren Metern Hoehe. Dieses Verhalten ist weltweit einzigartig fuer Uganda -- die einzige weitere dokumentierte Population mit aehnlichem Verhalten lebt im Lake-Manyara-Nationalpark in Tansania. (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029)
Warum klettern die Ishasha-Loewen? Es gibt mehrere Hypothesen: Die erhoehte Position bietet einen besseren Ueberblick ueber die Savanne fuer die Jagd. Die Baeume bieten Schutz vor den zahlreichen Tsetsefliegen, die am Boden staerker anzutreffen sind. Ausserdem ist es in den Aesten kuehleres Terrain -- Baeume fangen Wind auf, der am Boden nicht spuerbar ist. Welche Hypothese die treffende ist, ist unter Forschern noch nicht abschliessend geklaert.
Der Ishasha-Sektor liegt im suedlichen Teil des Queen Elizabeth National Park, nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Er ist weniger besucht als der Norden des Parks bei Kasese, bietet aber genau dieses einzigartige Erlebnis. Reisende fahren gezielt in den Sueden, um die Loewen in den Baeumen zu sehen -- oft erfolgreich.
Ugandas Loewen: Population unter Druck
Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Uganda zaehlt 2025 nur noch 291 Loewen -- ein Rueckgang von 40 Prozent seit 2011. Diese Entwicklung spiegelt einen kontinentalen Trend wider. Afrikanische Loewen gelten als gefaehrdete Art, ihre Gesamtpopulation hat sich in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch reduziert. (Quelle: MTWA Statistical Abstract 2025)
Die Hauptursachen fuer den Rueckgang sind Human-Wildlife Conflict (HWC), Lebensraumverlust durch landwirtschaftliche Expansion sowie Vergiftung durch Hirten, die ihr Vieh schuetzen wollen. Loewen, die Rinder toeten, werden von Gemeinden oft vergiftet oder erschossen -- eine verstaendliche Reaktion aus der Perspektive subsistenzwirtschaftlicher Familien, aber eine katastrophale fuer die Art. (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029)
Fuer die Ishasha-Population hat der Rueckgang besondere Bedeutung: Je kleiner die Gesamtpopulation wird, desto gefaehrdeter sind auch die baumkletternden Loewen, da Loewen in kleinen Gruppen anfaelliger fuer Krankheiten und genetische Verarmung sind. Die Uganda Wildlife Authority beobachtet die Loewen-Entwicklung mit Sorge und hat Schutzmassnahmen eingeleitet, die unter anderem auf die Reduktion von HWC abzielen.
Ishasha besuchen: Praktische Informationen
Der Ishasha-Sektor des Queen Elizabeth National Park ist mit einem Safari-Fahrzeug ueber die Strasse von Kihihi aus erreichbar. Die Anfahrt vom Norden des Parks (Kasese-Seite) dauert mehrere Stunden auf teilweise schlechten Strassen. Viele Reisende kombinieren Ishasha mit dem Bwindi Impenetrable National Park fuer Gorilla-Trekking, da beide im suedwestlichen Uganda liegen. (Quelle: MTWA Statistical Abstract 2025)
Die besten Chancen, baumkletternde Loewen zu sehen, bestehen am fruehen Morgen und am spaeten Nachmittag, wenn die Tiere aktiver sind. In der Mittagshitze ruhen sie bevorzugt in den Aesten der Feigenbaeme -- was paradoxerweise auch die Beobachtung erleichtert, da die Tiere dann sesshaft bleiben. Erfahrene Guides kennen die bevorzugten Baeme der Loewen und koennen Besucher gezielt dorthin fuehren.
Der Queen Elizabeth National Park insgesamt verzeichnete 2025 mit 123.521 Besuchern die zweithoechste Besucherzahl unter Ugandas Nationalparks, nach Murchison Falls mit 150.831 Besuchern. Der Ishasha-Sektor zieht davon einen spezialisierten Teilstrom an -- Reisende, die gezielt das Loewen-Erlebnis suchen. (Quelle: MTWA Statistical Abstract 2025)
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Redaktion Reiseziel Uganda
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Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 | Quellen werden am Ende jedes Artikels angegeben